Baseball in Theorie und Lock Down Practise

immerweiterimmerweiterbesserjedenTag

Lockdown Training Programm…..better every day

Wieder ein neuer Montag, eine neue Woche und es gibt keine Neuigkeiten dahingegend, wann wir wieder Baseball spielen können. In der Dominikanischen Republik wird alles knapp, es entsteht soziale Unruhe, Baseball wird auch schon eine Weile nicht mehr gespielt und daher denke ich, dass wenn man schon durch diese Covid 19 Situation muss, dann doch lieber in Deutschland.

Mein Freund und Partner Nate Trosky hat ein Lock Down Infield Practise Programm entworfen, welches er auf www.troskyranch.com verkauft. Er hat es uns – seiner DBA Familie – zur Verfügung gestellt und ich habe es an die aktuellen U 15 – und U 12 Nationalspieler und PONY All Stars der Saison 2020 gemailt. Wie schon letzte Woche angedeutet und das bleibt auch jeden Tag so, liegt es an jedem selbst, wie hart und fokussiert er zur Zeit trainiert, wie er den Lock down nutzt.

Ich habe schon vor einer ganzen Weile angefangen, an einer neuen DBA Veröffentlichung, einem neuen Buch zu arbeiten, in dem es auch viel bzw vor allem um das Geheimnis, das kein Geheimnis ist, nämlich das sechste Tool, die Meisterschaft der inneren Ruhe und vieles mehr geht. Was muss ich machen, um der beste, der ich sein kann zu sein?

Die jungen Spieler haben jetzt wieder online Schul-Unterricht und ich weiß wie anstrengend das sein kann, aber trotzdem findet der ein oder andere vielleicht Zeit und Muße, sich einen Ordner anzulegen und die einzelnen Schriften,  die ich ab jetzt regelmäßig hier veröffentliche, downgeloaded, ausgedruckt einzuheften und sie zu studieren. Was man nicht weiß kann man nicht wissen, aber was ihr durch häufiges Lesen und Selbstausprobieren  wisst werdet ihr dann auch meistern.

Ich werde nicht das ganze Buch bzw das ganze Skript und auch nicht von Anfang an hier veröffentlichen, es ist auch ziemlich gekürzt, aber eben alle paar Tage kommt jetzt etwas.

Ok, hier geht´s los

Die erste Message ist:

Mechanics werden überschätzt und das Herz wird unterschätzt

Also: trainiere die Technik aber spiele mit Herz und Feuer.

Das Internet bietet eine Vielzahl von Drills und Videos, entscheidend ist aber zu sehen, was die Absolutes sind oder auch was die Schlüsselworte, Schlüssel Impulse und Denkschemata sind, die den Spieler dahin bringen, wo er hin will, die dabei helfen, die Techniken umsetzbar zu machen. All das ist Gegenstand dieser Publikation.

Für alle Coaches, Manager und Instruktoren ist es wichtig, sich immer weiter zu bilden, nie die Neugierde zu verlieren, bei den besten ihrer Zunft Anleihen zu nehmen, sich diese zu eigen zu machen, zu erweitern, zu modifizieren, auszuprobieren. Das habe ich auch immer so gemacht und werde es weiter so halten. Vieles habe ich von Meistern – ob in den USA oder auch der DR -übernommen,  weil ich es gelesen, aber vor allem gehört oder beobachtet, dann ausprobiert, übernommen, verinnerlicht, zu meinem gemacht und für gut befunden habe.  Deshalb ist der Coach Georg Bull des z.B. Jahres 2003 nicht mehr derselbe im Jahre 2020, denn der Weg muss immer wichtiger als das Resultat sein und auf dem Weg habe ich mich weiter entwickelt, bin ein anderer geworden.

Manche kommen, um das Spiel zu spielen, die besonderen Spieler kommen, um dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken.

Alles, um dieser spezielle Spieler zu sein, um zu gewinnen, um richtig gut und erfolgreich zu werden. Und warum? Weil´s geil ist, weil das eben Spaß macht.

Der Weg zum Baller/Pelotero/Schildwallspieler

  • Die Basis: Talent, Athletik und Agilities, an den five tools arbeiten

Es ist klar, dass Du als Leistungssportler, als Baseball Stud, der Du sein willst, das entsprechende Rüstzeug mitbringen oder vielmehr Dir antrainieren musst. Wie bei allem muss man zu allererst seine Ziele oder Bedürfnisse kennen. Scouts bewerten bei Spielern, die sie sich anschauen auf einer Skala von 20 bis 80, wobei dann 50 MLB Durchschnitt wäre, die Tools Laufgeschwindigkeit, Wurfstärke, Hitting für einen guten Schlagdurchschnitt, Hitting für Power und die Beherrschung der Feldposition. Das sagenumwobene 6th Tool wird später noch ausführlich behandelt bzw. wurde ja auch schon angesprochen. Jeder Mensch muss mit den Karten spielen, die ihm zugeteilt werden und nicht jeder wird jemals wie zum Beispiel George Springer von den Astros laufen können, es ist wie es ist, oder etwa nicht? Jeder besitzt individuelle Talente. Es gilt aber in jedem Fall, die eigenen physischen Voraussetzungen zu optimieren. Wie schon angeführt sind zwei Tools die Schnelligkeit und die Armstärke. Was aber auch sehr entscheidend ist, ist die „Haltbarkeit“ bzw das Gegenteil von Verletzungsanfälligkeit. Ein verletzter Spieler hat für die Mannschaft den gleichen Wert wie ein untalentierter schwacher Spieler und auch die anderen drei Tools bedürfen bestimmter Grundlagen.

Das Internet und auch die Bibliotheken sind voll von Videos, Publikationen und Anleitungen zum Thema Athletik, Muskelaufbau, Schnellkrafttraining, Coretraining, Schultertraining, ganzjähriges Wurfprogramm und so weiter und das meiste davon ist auch sehr hilfreich, Du musst es eben nur und zwar kontinuierlich machen. Dabei hilft Dir keiner. Die Fähigkeit, den inneren Schweinehund zu überwinden und einfach härter und intensiver am Aufbau Deiner Waffe, nämlich Deinem Körper zu arbeiten als der normale Kerl ist einer der entscheidenden Parameter für Deinen Erfolg. Es gibt keine Abkürzungen, Du bist auch keine Ausnahme, die gibt es nämlich auch nicht. Befasse Dich bitte mit Biographien von Spielern, die Du bewunderst und Du wirst feststellen, dass sie alle extrem hart und mit Stolz daran gearbeitet haben, die Härtesten, Schnellsten, Ausdauerndsten und Stärksten zu sein, die sie nur sein konnten. Alles andere, nämlich die Techniken und der mentale Bereich (6th Tool) kommt dann noch extra und baut auf der Athletik auf. Athletik und physische Stärke ist eigentlich die leichteste aller Deiner Aufgaben, allerdings die Anstrengendste, die am meisten Überwindung und Ausdauer kostet.

Hier ein paar einfache Tips und Drills , die teilweise insbesondere dominikanische Programme benutzen, um ihre Spieler firmable zu machen (firmable heißt unterschriftsfähig). Das Besondere an einigen dieser  Drills ist, dass sie nichts oder wenig kosten und Dich in Bezug auf die gefragten five tools besser machen..

  • Die Loma: Loma ist das spanische Wort für Hügel oder Steigung. Suche Dir eine entsprechende loma, die Du zweimal die Woche bis zu zehnmal volle Lotte runtersprinten kannst. Denke daran, die Arme parallel zum Körper zu führen und locker zu bleiben. Effekt: Die Schritttaktzahl wird erhöht, die Schrittlänge wird vergrößert ergo wird mit der Zeit die Laufgeschwindigkeit gesteigert. Ein bis zweimal die Woche solltest Du die gleiche loma bergauf sprinten. Effekt: Die Sprunggelenke, die Schnellkraftmuskeln der Beine werden trainiert.
  • Agility Leiter: Im Internet findest Du eine Vielzahl von Drills. Effekt: Koordinations- und Konzentrationsübung geht einher mit der Stärkung all der kleinen Schnellkraft-, Impuls- und Stabilitätsmuskeln, die Du brauchst, um Dich bei all den kleinen plötzlichen und schnellen Bewegungen beim Baseball a) nicht plötzlich zu verletzen und b) einfach schneller auf den Weg zu kommen. Du brauchst diese Core Muskeln in der Körpermitte zum Werfen, zum Pitchen und zum Schlagen, denn sie verleihen Stabilität und Balancefähigkeit, wichtige Grundlagen im Baseball.
  • Richtungswechsel, Strecksprünge, Sprintsund Seite- zu- Seite Sprünge (Schlittschuhschritt) im Sand. Wenn Du nicht gerade in der Nähe eines Strandes wohnst,  ist jeder Sandkasten dafür bestens geeignet. Effekt: wie bei 2.2.
  • DBA Lounges und Cubano: Siehe Pitching. Der ein oder andere Drill, der speziell im Positionstraining ausgeführt wird, ist natürlich auch gut für alle anderen.
  • Klimmzüge: Es findet sich überall eine Stange oder eine Kante, an der man Klimmzüge machen kann, und zwar derart, dass die Hände vor dem Kopf sind und die Handflächen vom Kopf weg gerichtet sind. Effekt: Es wird alles trainiert, was man für einen für Baseball Anforderungen an starkem Oberkörper braucht, nämlich die Schultermuskeln, die Trizeps und auch Bizeps Muskeln, den Latissimus, Finger, Bauchmuskeln und sogar die sportliche Haltung.
  • Long Toss: Long Toss zu werfen das heißt, mit Crow Hop und unter Einsatz des gesamten Körpers – Betonung liegt auf Körper, also Beine, Rumpf und Oberkörper und nicht Arme – den Ball in hohem Bogen oder auch flach möglichst weit zu werfen. Es ist wie eine permanente Hubraumvergrößerung und außerdem hilft Long Toss auch, den perfekten individuellen Armslot zu finden. Effekt: Dein Arm wird stärker und Deine Coremuskeln auch, denn Du stößt Dich mehr ab und muss Dich auch auffangen.
  • Weighted Balls, also gewichtete Bälle. Die Firma Driveline (drivelinebaseball.com) bietet sehr gute, unterschiedlich gewichtete Bälle mit Füllung an, die zusammen mit dem entsprechenden Wurf Programm zu Resultaten führen. Die Dominikaner schlagen schwere Nägel in Baseballs oder Fastpitch Softballs.
  • Aquabags und ähnliches wurden dazu entwickelt, um die Schnellkraft zu verbessern, die Rumpfmuskulatur zu stärken und sind meiner Erfahrung nach sehr effektiv für Baseballspieler. Google mal und informiere Dich. Drills und Beschreibungen finden sich auch zuhauf. Man muss es eben auch machen.
  • Fahrradschlauch: Kein Fahrradladen flickt heutzutage noch Schläuche und deshalb kann man sich dort solche holen, die sind sogar froh darüber. Diese Fahrradschläuche eignen sich für eine Reihe von Übungen, die der Verbesserung der Schnellkraft, Core Stärke oder dem Antritt dienen. Man kann auch ein Stück abschneiden und an das eine Ende binden und so ersetzt dieser Schlauch (www.Jaegerbands.com ; check für Übungen)
  •   TRX Bänder bzw die Imitationen (Slingtrainer) sollte jeder Baseballer besitzen und vor allem benutzen. Übungen mit Eigengewicht aller Art sind gerade für Heranwachsende ideal. (Auf Youtube gibt es viele Übungen für Slingtrainer oder TRX Bands)

Es gibt natürlich viele Methoden, Philosophien und ich könnte jetzt auch noch lange weiterschreiben, aber wenn Du die aufgeführten Drills und Schnellkraft- und Agilitytools konstant arbeitest, kannst Du sicher sein, dass Du das Richtige tust. So und mit diesen Methoden und Gimmicks trainierten viele Profis bevor sie dann Personal Trainer verpflichten konnten, die mit ihnen das Gleiche im Prinzip, aber für viel Geld machen.

  •   Underachievers, Normal Achievers, Overachievers: Man kann alle Spieler aus Coaches oder Manager Sicht in diese drei Kategorien einteilen.

Der Normal Achiever ist der Spieler, der konstant oder normalerweise das aus seinem Talent, seiner Begabung herausholt, was ihm in die Wiege gelegt wurde und wie er von seinem Coach, Instructor oder Manager auch eingeschätzt wurde. Es gibt also Spieler, die sind so talentiert, dass ihnen alles leicht fällt. Dieser Typ Spieler macht instinktiv immer den richtigen ersten Schritt, seine Augen-Hand-Koordination ist überragend und so weiter. Dieser Spieler muss eigentlich nur aufpassen, dass auch er physisch und vor allem mental stark genug und vorbereitet ist, damit er wenn es mal nicht so läuft, einbricht, was oft genug vorkommt. Ein normal achiever ist auch derjenige, der nicht so talentiert ist, auch nicht besonders ehrgeizig und fleißig ist, so eben sein Ding macht und dann eben auch nicht so erfolgreich ist.

Einen Underachiever nennt man so ein Super Talent, das ich gerade beschrieben habe, allerdings wenn so ein Super Talent faul ist, dann ist es natürlich tragisch, eine Verschwendung, denn das größte Talent hilft nicht, wenn der Spieler nicht hart und zielgerichtet trainiert, mental schwach ist oder wird. Derjenige erreicht also (achieve = erreichen) oder nutzt nicht, was eigentlich in ihm steckt. Wenn ein mäßig talentierter Spieler nicht mal sein limitiertes Potential nutzen kann oder will, na dann brauchen wir zumindest in diesem Buch nicht weiter darüber sprechen.

Ein Overachiever ist derjenige, der alle Fachleute überrascht, der Mittel und Wege findet, um erfolgreich zu sein, seine Ziele zu erreichen, Schwächen in Stärken um zu wandeln, der mehr bringt als man ihm zugetraut hat. Dieser Spieler hat Feuer und ist natürlich gesucht. Ein alter Spruch lautet: Harte Arbeit schlägt Talent, wenn Talent nicht hart arbeitet. Das gilt sowohl für die Athletik, die Technik und den mentalen Bereich. Der Overachiever nimmt nichts für gegeben hin, hat Spaß daran alles aus sich herauszuholen  und ist deshalb natürlich auch nicht total überrascht oder geschockt, wenn er Rückschläge hinnehmen muss.

Der ideale Spieler ist das Top Talent, dass noch wie als Overachiever alles aus seinen Möglichkeiten macht und immer nach neuen Idealen und Verbesserungen strebt, der sich nie ausruht und zurücklehnt, aber auch mit weniger Talent kann man sich selbst mit Willen, Träumen (Visualisierungen) und Zielen zu einem Spiele entscheidenden Top Baller formen und entwickeln. Ein Spieler, der es  mit den besten der Welt aufnehmen kann und diese Herausforderung auch sucht, liebt und meistert.

 

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